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Pro-Inklusion am 18. September 2018 im Landratsamt

Unter dem Motto „Inklusion: Mut machen, mitmachen, einfach machen!“ hatte der Kreiselternbeirat Hochtaunuskreis am 18. September 2018 Eltern, Lehrer, Schulleiter, Behindertenvereine und andere Akteure der Inklusion ins Landratsamt eingeladen. Weit mehr als 100 Interessierte folgten der Einladung. Die Elternvertretung auf Kreisebene wollte mit der Veranstaltung in der zunehmend negativ behafteten, öffentlichen Debatte über die Inklusion bewusst ein positives Zeichen setzen.

 

 

 

 

In fünf Diskussionsrunden mit Lehrern, Schulleitern, Eltern betroffener Schüler, Vertretern vom Schulamt, Landratsamt, der Regionalen Beratungs- und Unterstützungsstelle Hochtaunuskreis sowie der Kreisbeigeordneten Katrin Hechler (SPD) ging es um die bislang erreichten Erfolge der Inklusion im Kreis. Dabei standen die Erfolgsfaktoren des inklusiven Unterrichts im Zentrum. Dies ist zunächst einmal der Mut bei allen Beteiligten, neue Wege zu beschreiten. Etwa die Zusammenarbeit im Team oder im Unterricht neue Konzepte der Binnendifferenzierung je nach Leistungsstand der Kinder. Grundsätzlich braucht es einen Sinneswandel und eine offene Kommunikation, berichteten die Diskussionsteilnehmer.

 

 

Die bei der Veranstaltung vorgestellten Beispiele erfolgreicher Inklusion sollten den anwesenden Lehrern, Schulleitern und Eltern Mut machen, ebenfalls den Weg der Inklusion zu beschreiten. Denn alle Diskussionsteilnehmer waren sich einig: Von der Inklusion profitieren alle, ob beeinträchtige oder nicht-beeinträchtigte Kinder wie auch die involvierten Lehrkräfte.

 

Zwischendurch zeigte Kabarettist Rainer Schmidt mit viel Humor auf unnachahmliche Weise, warum Inklusion für die ganze Gesellschaft wichtig ist. Der körperlich-beeinträchtigte evangelische Theologe, Dozent und Referent berichtete über Szenen seines eigenen Alltags und führte damit den Zuhörern klar vor Augen, wie groß der Nachholbedarf in Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern noch ist bei der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention.

 

 

 

Auch der Hochtaunuskreis, der mit zu den hessischen Modellregionen Inklusion gehörte, steht erst am Anfang bei der Umsetzung der Inklusion. Unter anderem deswegen setzt sich der Kreiselternbeirat auf Wunsch vieler betroffener Eltern für eine behördenunabhängige, neutrale und umfassende Elternberatungsstelle Inklusion im Kreis ein. Denn Eltern beeinträchtigter Kinder brauchen mehr Unterstützung und Ermutigung. Kreisbeigeordnete Hechler versprach, dass sie die Einrichtung einer solchen Beratungsstelle überprüfen wird, indem sie sich die Konzepte bestehender unabhängiger Beratungsstellen z.B. in Frankfurt anschauen wird.

 

„Das war eine tolle Veranstaltung“, zeigten sich die Teilnehmer und Zuhörer  im Anschluss an die Veranstaltung. Die Intention des Kreiselternbeirats, mit der Veranstaltung anderen Mut zu machen, den Inklusionsweg zu beschreiten, ist somit voll  aufgegangen.

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